WITTHÜSER & WESTRUPP
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Bernd Witthueser und Walter Westrupp
schlossen sich im Juni 1969 zusammen und gründeten das W&W "Pop"-Cabaret.
Ihre 1. LP. "Lieder von Nonnen, Toten und Vampiren" auf dem damals neu gegründeten
Ohr-Label, die sie noch im Alleingang produzierten, wurde im März 1970 veröffentlicht.
Für ihr zweites Werk "Trips und Träume", herrliche Reiseberichte, verpflichteten W&W
die Musiker Bernd "Curny" Roland und Renee Zucker. Als "Zauberer" am Mischpult wurde
Dieter Dierks gewonnen, und als Produzent agierte der Chef des Ohr-Labels Ohr
Rolf-Ulrich Kaiser, unterstützt von Gille Lettmann. "Der Jesuspilz – Musik vom Evangelium", ihr 3. Album, schwenkt unverhofft ins Religiöse ab, von vielen Kritikern als Läuterung angesehen, die Auftritte in mehr als 100 Kirchen und im Fernsehen bescherte. Auf dieser Lp wurden u.a. Texte aus dem alten Testament (Lukas3, Vers 21 und Lukas 6, Vers 13) unter dem Motto "Erleuchtung und Berufung" ins Musikalische umgesetzt oder als "Bekenntnis" (Markus 4, Vers 26 bis 32) interpretiert. Witthueser & Westrupp erweiterten ihr Instrumentarium um eine ganze Reihe zusätzlicher Instrumente wie: Kazoo, Triangel, Maultrommel, Rumba-Rasseln, Psalter und Kastagnetten. Aufgenommen wurde dieses Album wieder im Studio Dierks in Stommeln, im August 1971, der "Zaubermeister" garselbst am Mischpult, produziert von R.U. Kaiser und G. Lettmann, die auch auf der Liste der Gastmusiker zu finden war. In der Abgeschiedenheit des kleinen Hunsrückdorfes Dill bei Simmern erarbeiteten die beiden das Material für ihre 4.Lp, die sie ihrem Hausvermieter widmeten – "Bauer Plath"- übrigens wie der Vorgänger "Jesuspilz" im Vertrieb des Chemiegiganten BASF. Auch auf "Bauer Plath" liest sich die Gästeliste wie das "Who is Who" der damaligen "neuen deutschsprachigen" Musik, der sich die Labels OHR, PILZ und KOSMISCHE KURIERE verschrieben hatten. Da wirkten u.a. Jürgen Dollase von der Gruppe WALLENSTEIN an Vibraphon, Mellotron, Keyboards und Percussion mit, JERRY BERKERS zupft den Bass und TOMMY ENGEL bedient das Schlagzeug und Dieter Dierks avanciert zum "Sound-Großmeister" dieses Albums, das im Juni und Juli 1972 in seinem Studio eingespielt wurde. Als Ende 1993 die Doppel-LP "Live 68-73" mit Konzertmitschnitten aus Freiburg und Koblenz erschien, hatten sich Witthueser & Westrupp bereits getrennt, und die LP erschien sozusagen als Nachruf. [Quelle: Walter Westrupp] Stil: Folkrock, Liedermacher [Mit Beiträgen von: Walter Westrupp, Marcel Frick, Wolfgang Pokall, Kurt Mitzkatis, Guido Prenger, Jürgen Hornschuh] |
© 1998, 2003 german rock e.v.
- 11-Januar-2000 -