Biografie 
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Im Dezember 1972 trafen sich Hans-Jürgen Lammers (drums), Peter Klages (Gitarre), Bernd Probst (Keyboards), Hans-Dieter Klinkhammer (Bass) und Herbert Natho (Vocals) in einem Übungsraum im Freizeitheim Vahrenwald (Hannover), um die eigenen Vorstellungen von Rock-Musik in einer neuen Gruppe umzusetzen.
Der Name war bald gefunden; man einigte sich auf Vorschlag von Gitarrist Klages auf "RAMSES II".
Bereits 1973 tourte die Gruppe recht erfolgreich mit eigenen und gecoverten Stücken durch Norddeutschland.
Bei einem Bandwettbewerb von "Riebes Fachblatt" in der Hamburger Fabrik belegte die Gruppe einen beachtenswerten sechsten Platz von immerhin 62 Gruppen.
Ende 1973 verließen Bernd Probst und Hans-Jürgen Lammers die Gruppe. Nach kurzer Suche holte man Dete Kuhlmann (drums), Winfried Langhorst (keyboards) und seinen Bruder Norbert (gitarre) in die Gruppe, die damit vorübergehend sechs Musiker hatte. In dieser Formation wurden einige Gigs gespielt.
Doch die optimale Gruppe hatte sich noch immer nicht gefunden. Dete Kuhlmann, der heute übrigens zu den Urgesteinen der Hannoverschen Musikscene gehört, verließ RAMSES II wieder. Für ihn folgte für etwa zwei Monate der Drummer Claus Arve, der schon in verschiedenen hannoverschen Formationen tätig war. Zusammen mit dem Gründungsmitglied Peter Klages stieg Arve im Sommer 1974 aus der Gruppe aus. Damit war das alte Drummer-Problem wieder da.
Man schaute sich auf der Hannover-Scene um, und wurde fündig mit dem Ex TALE Drummer Reinhard Schröter.
Damit war endlich die Formation gefunden, die für die nächsten fünf Jahre auf Erfolgskurs ging.
Bereits im August 1975 wurde ein Plattenvertrag mit dem neuen Rock-Label Sky Records des Ex Brain/Metronome Labelmanagers Günter Körber abgeschlossen. Bei dieser Gelegenheit wurde der Bandname in RAMSES geändert.
Die Aufnahmen zum ersten Album "La Leyla" wurden in Conny Planks Studio in nur acht Tagen durchgezogen. Als Produzent fungierte auf Wunsch von Günter Körber der Jane-Gitarrist Klaus Hess sowie Conny Plank, der ja schon mit Kraftwerk, Jane und diversen anderen internationalen Gruppen über reichlich Erfahrung verfügte.
So kam im Frühjahr 1976 das erste Album "La Leyla" auf den Markt. Es sorgte in der Presse für ausgesprochen positive Resonanz. Für die Veröffentlichung in den USA mußte auf Druck der US-Plattenfirma das Stück "War", das sich mit dem Vietnam-Krieg kritisch auseinandersetzte, umgetextet werden. So setzte sich Lead-Sänger Herbert Natho, der auch den ursprünglichen Text gemacht hatte, nochmals hin und es entstand ein ebenso kritischer Text mit dem Titel "Noise". Diese Version wurde wiederum bei Conny Plank eingespielt und gemischt. Auf Platte war der Titel zunächst nur in den USA und Japan vertreten. Später auf dem GOVI-Sampler German Rock Scene III. Auf CD ist der Titel als Bonus Track auf "Light Fantastic"zu hören. Doch die US-Plattenfirma brachte der Gruppe nur Ärger. So wurde die in den USA gepresste LP zu Dumpingpreisen auf den deutschen Markt gebracht und die Gruppe sah von diesen Verkäufen keine müde Mark.
In den folgenden zwei Jahren wurden zahlreiche Gigs und Festivals gespielt und verstärkt an neuem Material für die zweite LP gearbeitet. Plattenfirma und Fans warteten schon sehnsüchtig auf die neue Platte.
Im Juli/ August 1978 war es dann soweit. Im Studio Hiltpoltstein bei Nürnberg liefen die Aufnahmen zur LP "Eternity Rise". Produziert wurde das Album von der Gruppe selbst. Für den Titel City Life wurden einige Musiker vom Nürnberger Sinfonie Orchester engagiert, um die Streicher-und Bläsersätze einzuspielen.
Die neue LP wurde dem Publikum mit großem Erfolg live präsentiert. Es wurde erheblich in eine neue Bühnenshow investiert, die ein RAMSES Konzert zum Erlebnis machte.
Wegen eines erforderlichen Praktikums mußte Norbert auf Tour 1979 für etwa ein halbes Jahr durch den Ex-Eloy Gitarristen Pitter Schwaar ersetzt werden. Der fügte sich hervorragend in die Gruppe ein.
Es wurden Gigs in Deutschland, der Schweiz und Dänemark gespielt; etliche Sender brachten Musik und Interviews mit der Gruppe.
Im Herbst 1979 dann der Paukenschlag: Lead Sänger Herbert Natho reichte die Kündigung ein. Persönliche und gesundheitliche Gründe führten zu diesem Schritt. Auch der Bassist Hans-Dieter Klinkhammer verließ die Gruppe. Das letzte Konzert in dieser Formation fand auf heimischer Bühne in der hannoverschen ROTATION statt.
Die Suche nach einem neuen Bassisten war bereits im Winter 1979 erfolgreich. Mit Herbert Wolfslast kam ein engagierter Musiker und Techniker in die Gruppe, der sich auch noch kompositorisch gut einfügte.
Die Suche nach einem neuen Lead Sänger gestaltete sich hingegen schwierig. Eine weitere LP mußte abgeliefert werden.
Bei den Live-Gigs übernahm der Drummer Reinhard Schröter den Posten des Lead Sängers sehr erfolgreich. Als Drummer stieß nochmals Claus Arve, der ja bereits 1974 für zwei Monate dabei war, zur Gruppe. In dieser Formation -bei manchen Stücken mit zwei Schlagzeugern- war RAMSES bis 1983 auf Tour.
Für die anstehende Studioproduktion zur neuen LP "Light Fantastic" wurde der Sänger Matthias Möller verpflichtet.
Die Produktion wurde im Horus Sound Studio von Eloy-Macher Frank Bornemann in Hannover im April/ Mai 1981 aufgenommen und abgemischt.
Bis 1983 wurden noch etliche Konzerte in der Tour-Besetzung gespielt. Doch die Änderungen auf dem Musikmarkt veranlaßten die Gruppe auf Live-Auftritte zu verzichten und sich verstärkt auf die Studioarbeit zu konzentrieren. Das eigene Studio wurde ausgebaut und konnte nun für Produktionen genutzt werden.
Bis 1990 wurde trendgemäß mit Drum-Computern und Sequenzern experimentiert, bis man sich entschloß, wieder einen Drummer zu engagieren, der in Achim Beißmann gefunden wurde.
Ende 1994 wurde mit Carsten Loll ein neuer Drummer eingearbeitet. Damit begannen die Arbeiten für ein neues Album, das hoffentlich auch live auf die Bühne gebracht werden wird.
Rechtzeitig zum 25 jährigen Bestehen von Sky Records wurde im September 2000 das vierte Ramses Album "Control Me" herausgebracht. Die Vorbereitungen für Live-Gigs laufen.
[Herbert Natho]
[Mit Beiträgen von: Ulrich Gebhard, Marco Jacoby, Kurt Mitzkatis, Herbert Natho]
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