FOYER DES ARTS
|
|
Foyer Des Arts könnten als das deutsche Phänomen durchgehen, bei welchem Kultstatus und durchaus positive Kritiken und Resonanzen im auffallenden Gegensatz zum kommerziellen Misserfolg steht. Gegründet 1981 von Gerd Pasemann und Max Goldt floppten die Erstlinge Die seltsame Sekretärin und Von Bullerbüh nach Babylon dermaßen, dass die damalige Plattenfirma WEA das Projekt auf Eis legte, ohne sie jedoch aus ihrem Knebelvertrag zu entlassen. Letzteres Album enthielt dabei solche Klassiker wie Wissenswertes über Erlangen sowie Komm in den Garten, ein Umstand, der dennoch die Plattenfirma nicht gnädig stimmen konnte. So kam es, dass das Nachfolge-Album Die Unfähigkeit zu frühstücken erst 1986 erschien. Trotz überschwänglicher Kritiken (Tracks wie Schimmliges Brot sowie Ein Haus aus den Knochen von Cary Grant wurden Szene-Hits) blieben die Zeiten für Foyer Des Arts schwierig. Einerseits waren sie zu düster, um als 'skurrile Spaß-Combo' durchzugehen, andererseits zu schräg, um sich ein Düster-Image aufbauen zu können. Nach den Alben Ein Kuss in der Irrtumstaverne und Was ist Super (live) löste sich das Projekt, welches gerne als die 'intellektuelle Speerspitze der Pop-Avantgarde' bezeichnet wurde, mehr oder weniger auf. Zwar erschien 1995 noch das Album Menschen, welches aber nur noch schemenhaft wahrgenommen wurde. [Carsten Agthe] Eine Zeit lang Teil der NDW [Mit Beiträgen von: Carsten Agthe] |
© 1998, 2003 german rock e.v.
- 25-Juli-2000 -