DEINE DOSE

Biografie
Gegründet: März 2001
Das Berliner Trio (Bass, Gitarre, Drums, Gesang) hat sich im ersten Frühjahr des neuen Jahrtausends in einem siffigen Probekeller im Bezirk Moabit erstmals zum Jamming getroffen (Übermieter sinnigerweise: eine Bierbar und ein Sexshop). Christian Schuldt (a.k.a. c-dose; Gitarre, Bass, Gesang) und Karsten Wirth (a.k.a. k-dose; Gitarre, Bass, Gesang) hatten einen Haufen Songideen dabei. Beide haben in diversen Hamburger Bands gespielt, darunter gemeinsam bei den Frickelrockern von Blain (Vorbild: Smashing Pumpkins).
Mit Oliver Haustein-Teßmer (o-dose) am Schlagzeug brachte das Trio das hitverdächtige Material auf Linie. Motto: Weniger Gegniedel ist mehr, eingängige Melodien und Beats sind toll. Der Name dafür war schnell gefunden: Rockdosenpop. Denn bei Deine Dose arschrockt es zwar gewaltig, die Stücke halten aber dennoch an den Grundwerten des Pop ­ klar, hörbar, tanzbar/moshbar ­ fest. Bis zum Herbst 2002 (Stand dieser Info) hat das Rocktrio rund 20 eigene Stücke entwickelt und gemeinsam arrangiert. Der Hamburger Menschenfreund Tom Kindt hat Deine Dose einige Texte zum Vertonen ans Herz gelegt, die im Vergleich aller auf Deutsch rockenden Bands einzigartig sein dürften: näher am Wahn, wunderbarste Wortneuschöpfungen, und: Die Lyrik zeugt von Sachverstand in lebenswichtigen Fragen und Liebesdingen.
Nach einem Jahr Tralala und Ohrenpfeifen im Proberaum ist Deine Dose im April 2002 ins Domino Tonstudio in Berlin-Prenzlauer Berg gezogen und hat an einem kaffeereichen Acht-Stunden-Tag aus Kostengründen vier Stücke runtergerockt (Aufnahme: Thommy Krawallo). Das Ergebnis können die Fans und Booker als CD „Deine Dose - Demo“ erhalten bzw. erwerben. Einige Stücke bietet Deine Dose zum Runterladen aus dem Internet auf der Website www.deinedose.de an.
Ihr Konzertdebüt gab Deine Dose im Mai 2002 im Bootshaus an der Spree in Cottbus ­ der bekannten Lausitzmetropole. Der Gig startete gleich als Doppel-Liveact durch, denn die ca. vier Dutzend durchgeknallten Fans konnten nicht genug bekommen. Freunde und Helfer der lokalen Sicherheitsbehördem beendeten das Rockspektakel freundlich, aber bestimmt gegen fünf Uhr morgens. „Zünftig losgebracht“, meint Deine Dose.
Die Hauptstadt-Taufe im Konzert bestand Deine Dose auf der Fête de la Musique im Juni desselben Jahres. Das weltberühmte Tacheles war die erste Livebühne für Dosen in der Wahlheimat Berlin - ein heiliger Ort des Rock’n‘Roll, wie die drei Musiker finden. Ermöglicht hat dieses Debüt die radiokampagne.de für ein Freies Radio in Berlin und Brandenburg. War natürlich geil, wenngleich nicht so viele Leute mitrockten, wie vor der Bühne Platz gehabt hätten. Aber das soll die Zukunft noch bringen...
[Oliver Haustein-Teßmer]

[Mit Beiträgen von: Christian Schuldt]



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- 18-Dezember-2002 -